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SpieletestIm Vergleich zu anderen ähnlichen Spielen hat Evil Islands eine geniale Grafik. So gibt es neben moosbewachsenen Baumstümpfen und wilden Sträuchern auch Unterschiede in Wassertiefen etc. Auf jeder Insel befinden sich immer unterschiedliche Häuser, die jede ihr eigenes Flair besitzen. Auf Suslanger im Marokko/Tunesien-Stil, auf Ingos im nordischen Stil und auf Gipath ist sowieso alles auf Ureinwohner gemacht. Da die Welt komplett 3D ist, verändern sich dementsprechend auch der Sonnenstand und so natürlich auch die Schatten von vielen Tausend Objekten. Außerdem gibt es noch solche Feinheiten wie Spuren im Schnee und Sand etc zu bestaunen. Ab und zu kommt man auch dazu, bei Regen zu spielen, welcher außerordentlich natürlich wirkt. Für schwächere Rechner oder Grafikkarten kann man natürlich auch Schatten etc abstellen, sowie die Auflösung ändern. Ich habe das Glück Evil Islands in den höchsten Einstellungen spielen zu können, aber auch in mittelmäßigen Einstellungen sieht es noch ganz gut aus. Kamera und Sichtradius: Die Kamera ist frei schwenk- und zoombar und kann so konfiguriert werden, dass sie dem Charakter ständig folgt, so dass er sich ständig in der Mitte des Screens befindet. Der Sichtradius eines Chars geht, in der normalen Zoomeinstellung (F11), bis kurz an den Screen-Rand, so dass sich, bis auf sehr große Gegner, die man bereits von sehr großer Entfernung erkennen kann, alle sichtbaren Gegner innerhalb des Screens befinden. Manche Gegner kann man allerdings nicht gleich erkennen, z.B., wenn er sich einer hinter einem Baum befindet oder sonstigen sichtversperrenden Hindernissen. Außerdem lässt sich der Sichtradius durch Zaubersprüche und Erlernen von Fertigkeiten vergrößern. Sound: Der Sound ist immer der Situation angepasst; leider aber ein bisschen zu eintönig. Da es nur eine Kampfmusik gibt und jeder Char nur etwa 10 Kommentare auf Lager hat und diese bei jeder Gelegenheit zum Besten gibt. Aber da man die Kommentare ja abstellen und nur die jeweilige Inselmusik abspielen kann, lässt man so eine stimmige Atmosphäre entstehen. Außerdem kann man Waffenarten auch mit geschlossen Augen erkennen, da jede Schadensart beim Aufprall auf die Rüstung ihre eigenen Geräusche hat. Verletzungen/Körperzonen: Alle Chars und die meisten Gegner kann man in 6 Körperzonen einteilen; Kopf, Rumpf, 2 Arme und 2 Beine. Manche Kreaturen, wie z.B. Irrlichter oder Bösaugen sind nur in Kopf und Rumpf unterteilt. In Evil Islands gibt es das geniale Feature, dass man sich besonders mit dem Verletzen auf bestimmte Körperzonen beschränken kann. Die Trefferwahrscheinlichkeit ist dann zwar nicht so hoch wie normal, jedoch kann man entweder durch kritische Treffer in Kopf und Rücken (von hinten) oder gezieltes "Amputieren" von Extremitäten. So kann man die Schlagrate des Gegners durch harte Treffer auf dessen starken Arm extrem verringern; bis zu 1/3 der normalen Schlagrate. Oder man verletzt die Beine wodurch der Gegner sich nur noch sehr sehr langsam fortbewegen kann; besonders nützlich bei Fernkämpfern, die sonst immer abhauen würden. Nur Rumpftreffer (zumindest von vorne) wirken sich nicht auf die Kampfphysik des Gegners aus. Taktische Elemente: Auf das gezielte Töten sollte man sich besonders dann beschränken, wenn man neu auf eine Insel gekommen ist und so im Nahkampf keine Chance gegen Gegner hätte. Außerdem macht es doppelt soviel Spaß einen zehnmal stärkeren Gegner vor sich niedersacken zu sehen, da man mit einer reichen Beute rechnen kann, was sowohl Erfahrungspunkte als auch Geld bzw. Materialien angeht. Wenn man dann nach und nach als Trio durch die Gegend streifen kann, kann man dann auch gegen komplexere Gegner auf sehr nützliche Formationen zurückgreifen. Den Nahkämpfer (ausgestattet mit guter Rüstung) schickt man in die erste Reihe, um sich von einem Magier in der 2.Reihe ständig heilen zu lassen, während ebenfalls aus der 2.Reihe ein Bogenschütze die Gegner ins Visier nimmt. Außerdem kann man sich die Elemente aus Verletzungen/Körperzonen zu Nutze machen. Besonders der Tag- und Nachtwechsel begünstigen taktische Elemente, wie z.B. Stehlen und auch kann man leichter an Gegnern vorbeikriechen, da bei Nacht jeder Sichtradius halbiert wird. Fortbewegungsarten: Man sollte immer von den verschiedenen Fortbewegungsarten (Kriechen, Schleichen, Gehen, Rennen) Gebrauch machen. Kriechen ist anfangs, wenn man noch sehr schlecht, bzw. später, wenn man sich außerordentlich starken Gegnern vorbeimogeln will. Schleichen ist die etwas schnellere Variante zu Kriechen, denn man ist genauso leise, jedoch wird man eher gesehen. Gehen kann man in entweder bereits von Gegnern bereinigten Gebieten oder wenn man so stark ist, dass die Gegner einen ruhig sehen bzw. hören können. Rennen ist das beste Mittel um schnell aus dem Hintergrund Gegner mit einem gezielten Schlag zu töten. Allerdings frisst diese Fortbewegungsart Energie, die sich erst wieder auflädt, wenn man anhält. Hotkeys: Die erste Mission des Spiels ist als Tutorial ausgelegt, mit dem man sich mit der kompletten Steuerung vertraut machen kann, welches durch die vielen Hilfefenster anfangs zusätzlich sehr erleichtert wird. Allerdings ist es kein großes Problem die Steuerung zu erlernen, da man, wenn man nichts von Hotkeys hält, alles mit der Maus ausführen kann. Dafür muss man bei dieser Spielweise sehr oft von der Pause-Funktion Gebrauch machen. Aber auch als Hotkey-Benutzer kommt man nicht um die Pause-Funktion herum, da es oftmals Kämpfe gibt, in dem man entweder sich ständig heilen muss (in der Aufregung trifft man manchmal nicht den Char, sondern Gegner mit den Heilzauber; aber: Pause drücken�ockeres Anvisieren�eine Fehler) oder es mit sehr flinken Gegner zu tun hat, die man nur im Pause-Modus vernünftig anvisieren kann. Mit der Zeit wird aber jeder zum Hotkey-Benutzer, da diese sehr leicht zu lernen sind. Besonders nützlich sind sie bei den verschiedenen Zaubersprüchen und von Nöten sind sie bei Körperzonentreffer n; d.h. dass man, wenn man jemandem von hinten mit möglichst einem Schlag töten will, muss man den rechten Zahlenblock auf der Tastatur benutzen, da dies so ziemlich die einzige Funktion (aber auch fast wichtigste) ist, die nicht mit der Maus ausführbar ist. Übrigens: Meine Lieblingstaste ist F5 (quicksave). Multiplayer: Im MP-Modus kann man über das Internet kooperativ mit bis zu 6 Chars Gegner bekämpfen. Diese Gegner sind generell härter als im SP, bringen aber nicht unbedingt mehr Erfahrungspunkte. Man kann jederzeit auf eine beliebige Insel gehen, je nachdem, wie stark man ist. Als Anfängerchar, sollte man natürlich erst einmal in Gipath hochtunen, danach Ingos, Suslanger und zum Schluss Höhle, in der man aber als Kämpfer nichts mehr ausrichten kann. Auf jeder Insel gibt es 3-10 verschiedene Aufgaben, die man beliebig oft wiederholen kann. Ansonsten ist alles genauso wie im SP. Singleplayer: Im SP-Modus muss man, wie in der Story beschrieben, als Kiran sich durch die Inseln kämpfen und dabei, in nichtlinearer Reihenfolge, verschiedene Quests lösen, die aber meist das Töten von diversen Zielpersonen oder das Herbeischaffen von wichtigen Gegenständen beinhalten. Zusätzlich kann man sich bei Zusatzaufgaben, die man erst finden muss, Geld, Runen und magische Steine verdienen. Mit jeder gelösten Aufgabe bekommt man mehr über seine Vergangenheit mit, bis man am Schluss wieder "ganz der Alte" ist. Um sich weiterzuentwickeln, bekommt man nach jeder gelösten Quest Erfahrungspunkte und gewisse Belohnungen. Wie viele Erfahrungspunkte ein Char erhält, hängt von seiner Intelligenz ab, die man auch weiterentwickeln kann. Um möglichst viele dieser wertvollen Erfahrungspunkten zu bekommen, sollte man möglichst jeden besiegbaren Gegner töten; auch wenn es manchmal ein kleiner Umweg ist. Außerdem erhält der Char auch während des Spiels, je nach Stärke und Geschicklichkeit, nach und nach mehr Lebenspunkte und Energie. Besonders nach gelösten Aufgaben gehen diese Werte manchmal sprunghaft nach oben. Lager/Händler: Um Aufträge zu erhalten, muss man immer erst mit diversen Personen aus dem jeweiligen Lager der 3 Inseln reden. Wenn man Aufträge erfüllt hat, muss man wieder ins Lager zurück, um sich seine Belohnung bzw. neue Aufträge abzuholen. Ein weiteres geniales Feature von Evil Islands ist der Baukastenmodus beim Händler bei dem man sich seine Waffen und Zaubersprüche zusammenbasteln kann. Waffen kann man entweder bereits fertiggestellt kaufen oder man bastelt sie sich aus einer Vorlage und gekauften bzw. gefundenen Materialien zusammenbauen und, wenn die Waffe von besonders hoher Qualität ist, auch noch mit Zaubersprüchen versehen. Zaubersprüche kann man, je nach vorhandener Ausbildung in der jeweiligen Magierichtung (Astral-, Elementar- und Sinnesmagie), erschaffen. Natürlich bekommt man nichts geschenkt und muss Waffen als auch Zauber teuer bezahlen. Da man allerdings sehr oft knapp bei Kasse ist, muss man sehr sparsam sein und so möglichst immer in die Sachen investieren, mit denen man auch längerfristig plan t; also keine Übergangslösungen. Außerdem bekommt man sehr oft neue Waffen und Rüstungen als Beute von getöteten Gegnern. Als magische Beute bekommt man aber immer nur Runen und Magische Steine, die man erst zusammenfügen muss. ![]() Verglichen mit Diablo 2 ist die Grafik umwerfend: Die Landschaften enthalten Details wie moosbewachsene Baumstümpfe, Sträucher, Hoppelhäschen und Kiesgruben. Das dabei entstehende Lichtergefunkel braucht sich hinter den grafischen Effekten von Vampire nicht zu verstecken - erfordert allerdings eine entsprechend luxuriöse Hardware-Ausstattung. ![]() "Evil Islands" ist kein reinrassiges RPG. Es geht vielmehr in die Richtung, die auch "Diablo 2" einschlägt, also in Richtung Action-RPG. Zwar müssen in den meisten Quests diverse Gegner vernichtet werden und die Story schickt den Spieler nur von der einen zur anderen Aufgabe, jedoch bereitet das Spiel viel Spaß, was nicht zuletzt an der grandiosen Grafik liegt. Hiervon sollten sich andere RPG-Macher eine Scheibe abschneiden. Anders als z.B. in "Diablo 2" reicht es nicht aus, sich einfach durch die diversen Spielabschnitte zu kämpfen. Vielmehr muß hier großes Augenmerk auf die richtige Strategie und Taktik gesetzt werden. Etwas unfair erscheint der Schwierigkeitsgrad, denn nicht wenige Gegner sind der Heldengruppe deutlich überlegen. Aber jeder Kampf ist durch gut durchdachte Strategien zu lösen. Neben der genialen Grafik, die die Fantasy-Welt bestens in Szene setzt, fällt ein besonderes Schmankerl im Spiel auf. Waffen und Rüstung dürfen selbst zusammengebaut werden. ![]() Das Beste an Evil Islands steckt in den Grundideen des Spiels. Das Aufstiegssystem mit Fertigkeiten lockt jeden Aufbaurollenspieler und die Möglichkeiten des Gegenstands- und Zauberkreierens sind einfach genial. Erforscht Evil Islands selbst und schnüffelt durch die Story. Nach vielen Monaten Diablo 2 Sucht war ein Adventure für mich eine echte Erfrischung... . Vielleicht braucht Ihr ja auch eine? DIABLO 2 vs. EVIL ISLAND? Der Multiplayermodus ist eine Wucht, jedenfalls mit dem letzten Patch. D2 hat somit eine 3D-Konkurenz. Meine Spielfigur leidet deutlich unter einem Armtreffer: Sie SCHLÄGT langsamer, ZAUBERT langsamer etc. Wir hoffen, dass es Euch hier gefällt! Tragt Euch bitte ins Forum oder Gästebuch ein! |
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